Tipps für die erste Zeit im neuen Job

Tipps für die erste Zeit im neuen Job

Die ersten Wochen und Monate im neuen Job sind eine große Herausforderung für jeden Bewerber. Die Unsicherheit ist oft groß, denn schließlich möchte man die Probezeit erfolgreich überstehen und einen guten Eindruck bei Vorgesetzten und Kollegen hinterlassen.

Was ist wichtig, um sich erfolgreich im neuen Unternehmen zu etablieren? Wir haben nachgefragt und einige Ratschläge für Sie zusammengefasst:

1. Bleiben Sie realistisch – berücksichtigen Sie die Einarbeitungszeit.

In den ersten 3 Wochen den Umsatz verdoppeln? In einer Woche alle Programme beherrschen? Prima Vorsatz, aber leider vollkommen unrealistisch. Die Erfahrung zeigt, dass die Einarbeitungszeit in eine Aufgabe, je nach Art und Umfang, zumeist zwischen 3 und 12 Monaten beträgt. Seien Sie hier unbedingt ehrlich und realistisch gegenüber Vorgesetzten und Kollegen. Wenn Sie etwas versprechen, was nicht realisierbar ist, machen Sie sich unglaubwürdig.

Nehmen Sie sich die Zeit zur Orientierung. Stellen Sie klar, was Sie bereits können, und was noch Zeit braucht. Im Zuge der ersten Wochen werden Sie noch weitere Herausforderungen kennenlernen, die Sie zu Beginn noch gar nicht einschätzen können.

2. Erfahren Sie alles über das Unternehmen und seine Strukturen.

Lernen Sie das Unternehmen kennen und machen Sie sich mit den Strukturen, Abläufen und Prozessen im Unternehmen vertraut. Welche Abteilungen sind für welche Aufgaben zuständig? Mit welchen Instanzen und Personen haben Sie innerhalb Ihres Aufgabenbereichs Kontakt? Wer sind die Entscheidungsträger? Wie funktionieren Entscheidungsprozesse und von wem werden sie beeinflusst?

3. Definieren Sie Ihre Ziele und erstellen Sie einen Fahrplan.

Bestimmen Sie kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele, die Sie auch realisieren können. Sprechen Sie diese mit Ihrem Vorgesetzten ab. Am besten, Sie lassen sich noch „Luft nach oben“. Was wollen Sie in welchem Zeitraum erreicht haben? Erstellen Sie sich einen Fahrplan für die Umsetzung und strukturieren Sie Ihre Arbeitsabläufe dementsprechend.

4. Lernen Sie Ihre neuen Kollegen kennen.

In der Regel dauert es eine Weile, bis man als vollständiges Teammitglied akzeptiert wird. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihren Kollegen die Zeit, Sie richtig kennenzulernen. Auch Sie benötigen Zeit, Ihre Kollegen kennen- und einschätzen zu lernen. Wie „ticken Ihre Kollegen“ und was ist für sie wichtig? Wie ist das Verhältnis der Kollegen untereinander?  Merken Sie sich die Namen und Positionen Ihrer Kollegen und Vorgesetzten, seien Sie aufmerksam und hören Sie zu, wenn Ihnen jemand etwas erzählt. Sprechen Sie Ihre Kollegen mit Namen an.

5. Vorsicht vor übereilten Schlussfolgerungen!

Seien Sie vorsichtig mit übereilten Ansichten über Dritte – der erste Eindruck kann oft täuschen! Bilden Sie Ihre eigene Meinung und seien Sie neutral, wenn Kollegen schlecht übereinander reden. Geben Sie sich respektvoll, freundlich, höflich, professionell, aber nicht zu vertraulich

Das Gleiche gilt auch für andere Dinge. Solange Sie das Unternehmen, die Abläufe und Strukturen nicht richtig kennen, können Sie viele Dinge noch nicht richtig einschätzen. Halten Sie sich daher in der Anfangszeit mit Ihrer Meinung und „gut gemeinten Ratschlägen“ zurück, bis Sie alle Fakten richtig kennen.

6. Seien Sie hilfsbereit, ohne sich ausnutzen zu lassen.

Hilfsbereitschaft zählt zum allgemeinen Sozialverhalten. Sie ist richtig und wichtig, solange sie in einem vertretbaren Rahmen bleibt und auf Gegenseitigkeit beruht. In manchen Unternehmen kommt es vor, dass Kollegen versuchen, unliebsame Tätigkeiten auf die „Neuzugänge“ abzuschieben.

Seien Sie daher aufmerksam und passen Sie auf, dass Sie nicht von Ihren eigentlichen Aufgaben abgehalten werden. Es dankt Ihnen niemand. Darüber hinaus verlieren Sie den Respekt Ihrer Arbeitskollegen, wenn Sie sich ausnutzen lassen.

7. Seien Sie achtsam mit Ihren Ressourcen.

Gerade in der Anfangszeit ist ein angemessener Arbeitseinsatz wichtig, damit Sie sich gut in Ihre neue Aufgabe einfinden. Nicht selten ist das mit der ein oder anderen Überstunde verbunden. Wichtig hierbei ist nur, dass Sie sich nicht bis zur Erschöpfung auspowern. Wählen Sie daher ein Tempo, welches Sie auch langfristig halten können. Wenn Sie über Ihre Kräfte hinaus agieren, setzen Sie sich nicht nur unnötig unter Druck - Sie kreieren auch falsche Erwartungshaltungen.

8. Finden Sie heraus, womit Sie punkten können und kommunizieren Sie Ihre Erfolge.

Achten Sie nicht nur auf die Innen-, sondern auch auf die Außendarstellung. Womit können Sie bei Ihren Vorgesetzten punkten? Sämtlicher Arbeitseinsatz ist umsonst, wenn er von Ihrem Umfeld nicht wahrgenommen wird. Erledigen Sie Aufgaben, deren Ergebnis man sehen kann. Kommunizieren Sie es, wenn Sie eine Herausforderung erfolgreich gemeistert und ein Ziel erreicht haben.

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